Eiger Express NEIN!

Frisst der Eiger-Express unsere Kinder?

Egal ob hotelleriesuisse, Schweizer Tourismus-Verband, Gottlieb Duttweiler Institut oder BAK Basel, alle sprechen von grossen Veränderungen in der Tourismusbranche. Einig sind sie, dass der Tourismus in 30 Jahren anders sein wird als heute. Die Menschen in der Schweiz und Europa werden älter, suchen die Natur, authentische Erlebnisse, gute Beherbergung. Der Eiger-Express passt nicht zu diesen veränderten Ansprüchen. Droht er zum Mahnmal für Profitmaximierung und Kurzsichtigkeit zu werden? Wir riskieren mit dem Eiger-Express, unseren Kindern eine riesige Hypothek zu hinterlassen. Weil ein Jahrhundertprojekt an unsere Kinder, ja sogar Enkelkinder denken sollte sagen wir NEIN zum Eiger-Express!

"Soziodemografische Triebkräfte haben die vergangene touristische Entwicklung stark geprägt und werden als fortlaufender Prozess die Tourismuswirtschaft auch noch in Zukunft beeinflussen," schreibt das BAKBASEL in seiner Studie "Bedeutung, Entwicklung und Herausforderungen im Schweizer Sommertourismus" zu Handen des SECO. Hervorzuheben ist dabei das zunehmende Alter der Bevölkerungen in den westlichen Volkswirtschaften. "Diese "neuen Alten" werden zu einer enorm wichtigen Kundengruppe. Sie verfügen über drei Eigenschaften, die dem Schweizer Tourismus entgegenkommen dürften: Die "neuen Alten" verfügen über überdurchschnittlich viel Einkommen, Zeit und Reiselust." Die Ansprüche dieser Gäste steigen, ihre Mobilität ebenfalls. "Die Nachfrage nach Individualreisen wächst, die Nachfrage nach Pauschalreisen sinkt. Werteorientierung nimmt zu, es entsteht ein neuer Wettbewerb der Werte. Ökologische, ethische und soziale Werte werden wichtiger." umschreibt das Gottlieb Duttweiler Institut GDI diese Entwicklung in "Die Zukunft des Ferienreisens - eine Trendstudie". Und der Schweizer Tourismus-Verband STV präzisiert in seinem Leitbild: "Die Angebote gleichen sich durch die Globalisierung immer mehr an und werden austauschbarer. Die Menschen reagieren darauf mit einem verstärkten Wunsch nach Authentizität: Echte Erlebnisse, Tradition, typische Produkte, eigenständiges Design, Natürlichkeit und Brauchtum werden neu interpretiert" und zur grossen Chance für den Schweizer Tourismus.

Der Schweizer Hotellerie bleibt angesichts dieses Wandels nur die Flucht nach vorne. "Ohne Experimente und Leidenschaft wird es die Schweizer Hotellerie - besonders die Mittelklasse - schwer haben, im internationalen Konkurrenzkampf zu überleben," ist man sich beim Branchenverband hotelleriesuisse absolut bewusst, wie dem Jubiläumsmagazin zum 125 jährigen Bestehen zu entnehmen ist. Und der Verband schiebt nach: "Touristen sind zunehmend gelangweilt von Massenprodukten, sie wollen Exklusives, Abenteuerliches, Eigenwilliges."

Die Zukunft ist bunt, sie ist wild und sie ist sehr dynamisch. Die Jungfraubahnen richten sich mit dem Eiger-Express einseitig auf Massenabfertigung aus und schotten damit sich und die ganze Region gegen diese Zukunft ab. Dies ist unverantwortlich. Wir fordern die Jungfraubahnen zu umsichtigem Handeln auf und lehnen in der Konsequenz den Eiger-Express ab.

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